
Oft wünschen sich Kunden für die Haupttexte Ihres Internetauftritts den Blocksatz als Gestaltungsmittel. HTML beherrscht leider keine Silbentrennung, weshalb bei verwendetem Blocksatz in Zeilen mit langen Worten sehr größe Lücken entstehen können:

Das sieht nicht nur unschön aus, sondern hindert auch am flüssigen Lesen, weshalb wir bislang von diesem Vorhaben abgeraten haben.
Auf unserer eigenen Homepage haben wir nun erstmals zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und eine Möglichkeit gefunden, eine automatische Silbentrennung und somit auch einen gut lesbaren Blocksatz anbieten zu können. Durch den Einsatz der Extension "hyphenator" für TYPO3 werden Texte, die eine bestimmte CSS-Klasse aufweisen, automatisiert getrennt, ähnlich wie bei einem Textverarbeitungsprogramm. Hierdurch können längere Worte auf zwei Zeilen verteilt werden und somit entsteht ein homogenes Schriftbild.
Hyphenator ist letztlich Javascriptcode, welcher so genannte "Softhyphens", also "weiche Trennzeichen" in den entsprechenden Text einfügt. Diese Softhyphens sagen dem Browser, an welcher Stelle ein Wort getrennt werden darf.
Eine häufiger geäußerte Beschwerde zu der automatischen Silbentrennung mit Hyphenator ist, dass Copy & Paste unter Umständen unerwartete Ergebnisse bringt. Wird Text von einer mit Hyphenator arbeitenden Homepage kopiert und im weit verbreiteten Microsoft Word oder in Wordpad eingefügt, ist alles, wie es sein soll: Die eben schon angesprochenen "weichen Trennzeichen" werden als solche behalten und nur dort angezeigt, wo auch ein Wort getrennt wird. In Notepad und auf dem MAC gibt es aber unterschiedliche Probleme. In Notepad werden alle Softhyphen als Trennstriche angezeigt, also beispielsweise "Soft-hy-phen"; auf dem MAC kann es zu anderen Anzeigen kommen.
Legt man Wert darauf, dass Texte in jeder Umgebung kopiert werden können, kann man einen Button auf der Homepage anbringen, der die Silbentrennung für die jeweils aktuelle Seite ausschaltet. Allerdings sind manche Website-Betreiber nicht böse darüber, dass sich Texte nicht ganz so komfortabel kopieren lassen.
Für Suchmaschinen und für den Ausdruck ergeben sich im Übrigen keine uns bekannten Probleme.
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