
Der Wunsch individuelle Schriftarten im eigenen Webauftritt zu verwenden ist weit verbreitet, doch war er bislang nicht zu erfüllen. Das liegt daran, dass die gewünschte Schriftart bislang auch auf dem Rechner des Users installiert sein musste, der sich die fertige Homepage ansieht. Es gibt eine sehr überschaubare Liste von Schriften, die in der Regel auf jedem Rechner vorhanden sind und die somit als websichere Schriften gelten. Hierzu gehören beispielsweise Arial und Verdana. Mit einer nur auf Windows-Rechnern verfügbaren Schrift schließt man wiederum MAC-User aus und umgekehrt. Das reguläre Vorgehen ist so, dass man bei der Programmierung eine Reihe von Schriften mit Fallback-Option angibt, z.B. "Arial, Helvetica, sans-serif". Hierbei wird zunächst die erste Schriftart auf dem Rechner des Anwenders gesucht. Ist diese nicht vorhanden wird die Ersatzschriftart gesucht. Ist auch diese nicht verfügbar wird durch die Angabe von "sans-serif" die auf dem jeweiligen Rechner eingestellt Standardschriftart ohne Serifen verwendet. Hiermit erhät man zumindest eine gewisse Kontrolle über das Aussehen der Texte. Doch es geht noch besser.
Seit einiger Zeit beherrschen alle modernen Browser die Verwendung so genannter "Webfonts". Leider kocht hier wieder jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und die verschiedenen Browser benötigen unterschiedliche Dateiformate. Des Weiteren können nicht einfach irgendwelche vorhandenen Schriften zur Einbindung auf einer Homepage verwendet werden, da die wenigsten Schriftartenlizenzen – auch wenn die Schriftart regulär erworben wurde – keinen Einsatz auf öffentlichen Servern erlauben.
Doch Abhilfe naht, und das sogar kostenlos, ohne Dateiformat-Wirrwarr und browserübergreifend. Die Lösung heißt: Google Font Directory. Hier werden aktuell knapp 50 Open-Source Schriftarten zur Verfügung gestellt, die durch einen einfachen Stylesheet-Link in die Homepage eingebunden werden. Nichts muss heruntergeladen oder installiert werden. Die Qualität der Schriftarten ist gut; es sind Schmuckschriften sowie Schriften zur Gestaltung von Fließtext vorhanden und Umlaute sollten mit jeder der Schriften darstellbar sein.
Ansehen kann man sich die verfügbaren Schriftarten hier:
http://code.google.com/webfonts
Mit den verfügbaren Schriften spielen kann man hier:
http://code.google.com/webfonts/preview
Sollten Sie Google Chrome als Browser einsetzen, können Sie eine Extension installieren, die jede beliebige Homepage mit den verschiedenen Google Fonts darstellen kann. So lässt sich gut beurteilen, welche Schriftart in Frage kommt.
https://chrome.google.com/Extensions/detail/engndlnldodigdjamndkplafgmkkencc/
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